So sichern Sie Ihre Türen gegen Einbrecher – Gastbeitrag der Polizei Köln

Wir bei Stromondo lieben unsere smarten Häuser. Darum ist uns der Schutz vor ungebetenen Gästen ein zentrales Thema. Daher freuen wir uns, mit der Polizei Köln einen Ansprechpartner gefunden zu haben, dem dieses Thema auch wichtig ist. Weiter geht es in der Serie über Einbruchschutz mit:

Wie sichere ich meine Türen gegen Einbrecher?

Eine Vielzahl von Einbrüchen in Wohnungen erfolgt durch Türen. Aus diesem Grunde möchten wir hier die wichtigsten Schwachstellen und Sicherungsmöglichkeiten darstellen. Häufig sind zu schwache Schließbleche, Einsteckschlösser mit „Zimmertürcharakter“ sowie ungeschützte Schließzylinder die Ursache für erfolgreiche Einbrüche. In diesem Artikel möchten wir die wichtigsten Sicherungsmöglichkeiten darstellen; aufgrund der Vielzahl der denkbaren Varianten ist eine umfassende Darstellung leider nicht möglich.

Einbruchhemmende Türelemente nach DIN EN 1627 – 1630

Der Einbau der Tür muss nach der Montageanleitung des Herstellers erfolgen. Die fachgerechte Montage ist dem Auftraggeber von der ausführenden Fachfirma zu bestätigen. Lassen Sie sich die Werks- und die Montagebescheinigung unbedingt aushändigen.

Bei Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten und beim Austausch alter oder beschädigter Türen empfehlen wir grundsätzlich den Einbau geprüfter einbruchhemmender Türelemente, die in unterschiedlichen Widerstandsklassen (RC = resistance class) angeboten werden. Je höher die Widerstandsklasse, desto größer die einbruchhemmende Wirkung. Die Polizei empfiehlt Türen ab der Widerstandsklasse 2 (RC 2). Der Einbau der Tür muss nach der Montageanleitung des Herstellers erfolgen. Die fachgerechte Montage ist dem Auftraggeber von der ausführenden Fachfirma zu bestätigen. Lassen Sie sich die Werks- und die Montagebescheinigung unbedingt aushändigen.

Querriegelschlösser

Querriegelschlösser ermöglichen einen massiven Verschluss von Türen. Sie sind i.d.R. von innen und außen schließbar. Ihr Sicherheitswert hängt wesentlich von der Beschaffenheit der Schließkästen inclusive Unterlegplatten und deren Befestigung ab. Sie verstärken das Türblatt, sie sichern Schloss- und Bandseite einer Tür gleichermaßen und durch den weiten Riegelausschluss können die Schließkästen besonders fest neben der Zarge im Mauerwerk verankert werden. Die Polizei empfiehlt Querriegelschlösser mit integriertem Sperrbügel (als Anwesenheitsschutz). Querriegelschlösser müssen besonders fest und unterhalb des Türschildes montiert werden. Eine weitere Möglichkeit der Türsicherung ist ein Zusatzschloss mit Sperrbügel, ein sog. Kastenschloss. Hierbei handelt es sich um die „kleinste“ Form einer Zusatzsicherung. Es werden nach DIN 18104 Teil 1 geprüfte oder VDS anerkannte Produkte empfohlen.

Mehrpunktverriegelungen

Mehrpunktverriegelungen sind als Einsteckschlösser oder als aufgesetzt montierbare (Stangen-) Riegelschlösser erhältlich. Üblich sind Mehr­punkt­verriegelungen mit zwei oder mehr ausschließenden Bolzen, Mittelriegel und Falle, sowie Schwenk- und Haken­schwenk­riegelschlösser mit Mittelriegel und Falle. Eine Kombination von Hakenriegel und Bolzen ist besonders empfehlenswert. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass auf der Bandseite der Tür für gleichwertigen Widerstand gesorgt wird. Der Einbau von Mehrpunktverriegelungen in schwache Türblätter (Waben-, leichte Röhrenspanplattenkonstruktionen usw.) ist wenig sinnvoll. Bei Verwendung von Mehrpunktverriegelungssystemen kommen der Schließblech- bzw. Metallzargenseite große Bedeutung zu. Sie müssen stabil und ausreichend lang und auf die Türzarge abgestimmt sein. Schließbleche für Mehrfachverriegelungen, die in einem Stück angefertigt sind, weisen eine erhöhte Stabilität auf.

Schutzbeschläge

Überstehende Schließzylinder oder von außen abschraubbare Schutzbeschläge sind eine Einladung an Einbrecher! Einbruchhemmende Schutzbeschläge erschweren das Abdrehen, Abbrechen, Herausziehen, Durchschlagen von Schließzylindern, Anbohren der Mechanik des Schlosses, die „Schlagtechnik“ und verstärken das Türblatt im Bereich der Schlosstasche. Der Schutzbeschlag muss den Schließzylinder eng umschließen, durch eine vorgesetzte Zylinderabdeckung das Herausziehen des Schließzylinders verhindern, durch seine Form das Ansetzen von Werkzeugen erschweren, von innen verschraubbar (stabiler Schraubendurchmesser) und aus massivem gehärtetem Stahl (bei VdS Klasse B mind. 10mm) gefertigt sein.Grundsätzlich wird der Einbau von Schutzbeschlägen mit Zylinderziehschutz (Zylinderabdeckung ZA) empfohlen. Um sonstigen Manipulationen an Schließzylindern vorzubeugen (Verkleben, Verstopfen, Zusprühen), bietet der Fachhandel Spezial­türschilder an (z.B. Visierbeschläge).

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